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Tolles Programm beim
Frohsinn-Fasching 2026
Bilder zum Frohsinn-Fasching 2026 finden sie hier
Auch in diesem Jahr lud der Frohsinn zum Auftakt in die fünfte Jahreszeit wieder alle Närrinnen und Narren in den Martinussaal ein. Die Karten waren im Handumdrehen vergriffen – kein Wunder, schließlich gestalten die aktiven Sängerinnen und Sänger das Programm traditionell in Eigenregie und sorgen Jahr für Jahr für beste Unterhaltung.
Unter der bewährten Leitung und charmanten Moderation von Karl-Heinz Burgey bot das abwechslungsreiche Programm Vorträge, Gesangseinlagen und tänzerische Darbietungen. Es gliederte sich in drei Abschnitte, zwischen denen reichlich Gelegenheit blieb für Gespräche oder einen Eierlikör an der Bar.
Mit einer ersten Schunkelrunde stimmte Lothar aus der Pfalz am Keyboard das Publikum ein, bevor Marianne Sauter mit dem „Gute-Laune-Song“ die Stimmung endgültig zum Kochen brachte und alle zum Mitmachen animierte.
Für kräftige Lachsalven sorgten anschließend die beiden Mönche Alex Burgey und Bernhard Kroninger, die als Wandermönche aus Freiburg nach Jöhlingen entsandt wurden, um den Pfarrer bei seiner großen Schäfchenschar zu unterstützen. Schon beim Einzug auf die Bühne kam das Publikum durch kleine Wasserspritzen mit der Klobürste „in Kontakt“. Auch der anwesende Bürgermeister Timur Özcan bekam sein humorvolles Fett weg. Da er schneller postet als die beiden „Amen“ sagen können, wurde sein WLAN gesegnet. Für die Verwaltung und den Gemeinderat erhoffen sie sich, dass sie einen Überblick über die vielen Ausschüsse und Arbeitskreise behalten, ohne die früher auch alles funktioniert habe. Dem Dirigenten, der auch im Publikum saß, haben sie Humor gewünscht, weil er mit seinem Tenor nicht so viel zu lachen habe.
Karl-Heinz Burgey überzeugte nicht nur als Moderator, sondern auch als Vortragskünstler. Als Kammersänger brachte er ein Lied über Deutschlands kleinstes Weinanbaugebiet, den Hasensprung, zu Gehör – und empfahl bei Fragen zu Nebenwirkungen des dort wachsenden Auxerrois die Jöhlinger Hausärzte oder den Lammwirt. In seinem zweiten musikalischen Beitrag sang er vom Vereinsausflug im September, der erneut bewies, dass die Frohsinnsängerinnen und -sänger nicht nur singen, sondern auch feiern können.
Den Abschluss des ersten Programmteils gestalteten die Candy Girls unter der Leitung von Sigrid Burgey. Mit bunten Raffröcken und präzisen Bewegungen begeisterten sie das Publikum zu dem Schlager „Sugar Sugar“.
Nach der Pause folgte Professor Gebhard Mang von der „Uni Wöschbach“ mit seinem Humorvortrag „Früher war alles besser“. Der Vortrag war für alle, deren Knie schon knirschen, wenn sie nur ans Treppensteigen denken. Mit spitzbübischem Witz erinnerte er an Zeiten, in denen eine alte Damenunterhose noch als Putzlappen fürs Fahrrad ausreichte und man sich nur ein Passwort merken musste – für das Fahrradschloss.
Anschließend begrüßte Karl-Heinz Burgey jeweils einen Vertreter der drei Abordnungen, die gerne und regelmäßig die Frohsinnveranstaltung besuchen, auf der Bühne: Rainer Hofheinz vom Jöhlinger Elferrat „Kreizkepf“, Markus Rothweiler von den Wössinger „Mondspitzern“ und Günther Wolf von der Brettener Bütt. Alle drei sorgten mit ihren spontanen Beiträgen für beste Stimmung. Rainer hat kurz vor dem Auftritt noch ein Schnitzel bestellt, das die Bedienung mit dem Daumen festhielt, damit es nicht noch ein zweites Mal herunterfällt. Markus berichtete von dem Pfarrer, dem erst beim Aufzählen der zehn Gebote wieder einfiel, wo er sein Fahrrad gelassen hat. Günther wiederum beklagte schmunzelnd die „Firewall Richtung Bretten“, die den Informationsfluss über Jöhlingen verhindere.
Marianne Sauter brachte danach mit ihrem Beitrag aus dem Seniorenkreis die Zuschauer erneut zum Lachen. Das kommende Rollatorrennen sei schon in der Planung und der Martinussaal wird als Boxenstopp dienen, weil die Teilnehmer ja sicher alle mal die Toilette aufsuchen müssen. Das Boxenluder ist dann dort für die Kontrolle der Reißverschlüsse verantwortlich, so ihre humorvolle Ankündigung.
Mit den Frohsinnperlen endete der zweite Teil musikalisch. In ihrem Lied „Was geht das dich an, das geht dich gar nichts an“ erklärten sie, dass sowohl die Preise der Errungenschaften auf ihrer Einkaufstour als auch die Uhrzeit, in der sie nach Chorprobe und geselligem Beisammensein heimkommen, ihr Geheimnis bleiben. Bei ihrem zweiten Liedvortrag „Unter jeder Steppdecke kann ein Depp stecken“ sang das Publikum kräftig mit. Leider hat das Fensterln eines Bauern nicht geklappt, da er mit seinem Mähdrescher keinen Parkplatz fand.
Im dritten Teil schlüpfte Karl-Heinz Burgey in die Rolle des Martinus Magnificus und zog Parallelen zwischen römischer Baukunst und moderner Bürokratie. Während die Römer „für die Ewigkeit“ bauten, werde heute „ewig geplant und gebaut“. Zum Schmunzeln brachte er alle mit der Erklärung, warum der Ortsscheriff die Gemeinde verlassen habe: Es gab kein Papier mehr für Strafzettel.
Ein weiteres Highlight war der Sketch von Sabine Fabry und Alexander Burgey, die als Ehepaar eine urkomische Busfahrt bestritten. Sabine stellte ihren Gatten als „den dümmsten Menschen von Jöhlingen“ dar, doch dieser konterte schlagfertig, sie wohne schließlich auch dort. Auch die Erkenntnis, warum Rapunzel blond gewesen sein müsse, ließ kein Auge trocken.
Zum krönenden Abschluss trat die Männertanzgruppe unter der Leitung von Stephanie und Sascha Tropf auf. Als Putzmariechen und durchtrainierte Athleten brachten sie den Saal endgültig zum Toben. Zum Glück wussten die Zuschauer dank Marianne bereits, wie man sich zum „Gute-Laune-Lied“ richtig bewegt.
Mit dem gemeinsam gesungenen Jöhlinger Heimatlied endete das Programm. Alle Aktiven versammelten sich auf der Bühne, das Publikum sang begeistert mit – und die Stimmung erreichte kurz nach Mitternacht ihren Höhepunkt. So ging ein rundum gelungener Frohsinn-Fasching nach kurzweiligen und fröhlichen Stunden fröhlich tanzend bis in den frühen Morgen zu Ende.
Ein herzlicher Dank geht an alle Aktiven und an die vielen Helfer beim Auf- und Abbau und bei der Bewirtung.
Bilder zum Frohsinn-Fasching 2026 finden sie hier